Das Löwenwappen

Auszug aus den Mönchberger-Schmitte:

In der Familie befand sich seit "unvordenklicher" Zeit ein Familienwappen, eingeprägt auf einem Silberstück in Thalergröße. Das Wappenschild zeigt zwei einander aufrecht gegenüberstehende Löwen, die mit ihrem Pranken eine zwischen ihnen auf den Griff gestellten Spaten halten. Um das Wappen läuft eine Umschrift "Wilibaldus Gegenbaur L".'

Bei dem angesprochenen Spaten der von den Löwen gehalten wird, handelt es sich um eine Doppelpflugschar die später oft irrtümlich für einen Spaten gehalten wird und ist ein Symbol für Arbeit und bäuerlicher Abstammung. Siehe auch das Stadtwappen und Beschreibung von der Stadt Erding.

Auf dem (einem zweiten) Wappensiegel finden sich die Initialen des Wappen-Inhabers: "J.J.G." (Johann Jakob Gegenbaur). Es kann also kein Zweifel darüber sein, dass das von Willibald und Johann Jakob Gegenbaur gebrauchte Wappen, das ursprüngliche Familienwappen der Stammfamilie war, das wohl auch Willibalds Vater, der österreichische Gerichtsammann Matthäus Gegenbauer, schon gebraucht hat.
Da der Enkel des Matthäus Gegenbaur das Wappensiegel seines Vaters bei seiner Übersiedlung nach Fulda dorthin mitgenommen hat, muss das Wappen in Herlazhofen wenigstens noch in einem zweiten Stücke vorhanden gewesen sein.


Laut Dr. Hermann Schmitt, der diese Nachforschungen in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts angestellt hatte, ist das 'Löwen-Wappen' das ältere Wappen der Familie Gegenbaur. Warum es in Vergessenheit geraten ist, ist unbekannt. Für die Fuldaer Linie wurde später sogar noch ein eigenes, drittes kreiert welches Bestandteile der Helmzier von diesem Wappen enthält.

 

Auszug aus dem Brief von Karl Gegenbaur, Salzburg vom 10.2.1950

Zu der Wappenfrage kann ich Ihnen die Erklärung geben, dass auch Mitglieder des Stammes Johannes Gegenbaur mit diesem Wappen gesiegelt haben. Es ist daher anzunehmen, dass der gemeinsame Ahne Matthäus Gegenbaur dieses Wappen schon geführt hat. Es liegen sogar Urkunden vor, die von diesem Stamme mit diesem Wappen gesiegelt waren.

Ich will Ihnen eine kurze Beschreibung der Helmzier geben:

Es ist ein ungarischer Krieger. Roter Turban mit drei schwarzen Hahnenfedern, sogenannten Wotansfeder, rote Jacke mit silberner Verschnürung und silbernen Gürtel, mit Krummschwert in der Hand. Das Original-Wappen ist leider bei den Kämpfen um Berlin vernichtet worden. Ein zweites befindet sich aber noch beim Wappenamt für bürgerliche Geschlechter in Berlin und ist erhalten, weil ein Freund von mir es vor einem Jahr dort selber gesehen hatte.

Dieses Wappen ist eingetragen beim Wappenamt für bürgerliche Geschlechter in Berlin unter der Nummer 3380/40.