Das Fuldaer Wappen

Auszug aus den Mönchberger-Schmitte:

Das Wappen befindet sich, wie mit Hauptmann Karl Gegenbaur in Berlin, ein Glied der älteren (Fuldaer-)Linie mitgeteilt hat, auf einer alten Tasse von Porzellan und ist, solange er zurückdenken kann, immer als Wappen der "Familie Gegenbaur" d. h. der älteren Linie anerkannt worden.

Das Wappen zeigt im blauen Feld, unten drei Bündel Garben, im linken (vorliegend rechten) Viertel einen goldenen Arm mit goldenem Schwert, daneben unter dem Helm und außerhalb des Wappenschildes über dem Helm einen goldenen Stern.

ABBILDUNG FOLGT

Der Arm und das Schwert könnte aus der Helmzier des Löwen-Wappen entnommen worden sein. Die Helmzier spiegelt für gewöhnlich das Thema des Wappenschildes wider außer das dargestellte hat auf dem Schild nicht mehr Platz gefunden. Das könnte hier nachgeholt worden sein. Die drei Bündel Garben verweisen wieder auf die bäuerliche Herkunft der Gegenbaur. Der 6-zackige Stern wurde gerne von reformierten Bürgern (Protestanten) verwendet.

Bei dem Fuldaer Wappen ist auffällig, dass diesmal in der Helmzier nicht ein Topf- oder Kübelhelm verwendet wurde sondern ein Bogen- oder Spangenhelm. Topf- oder Kübelhelme werden für den Uradel  oder bürgerliche Wappen verwendet. Spangenhelme verweisen auf einen Briefadeligen (per Brief verliehen) oder auf "geistlichen Adel" (Gelehrter). Die Fuldaer Gegenbaur hatten mitunter hohe Positionen in der Stadt Fulda inne. Einen Adelstitel hatte meines Wissen nur der Württemberger Hofmaler Anton von Gegenbauer.